Präventionsangebot: Wenn aus Paaren Eltern werden – wie Familie gelingen kann

Dieses Angebot richtet sich an werdende Eltern oder junge Familien, die in Paarsitzungen ein gemeinsames Konzept zur Partnerschaft und Elternschaft entwickeln möchten.

Seit langem weiß man, dass die Geburt des ersten Kindes ein wichtiger, vielleicht der wichtigste Lebensabschnitt in der Gründung der Familie bedeutet. Hier werden oftmals die Weichen dafür gestellt, ob eine Beziehung gelingen kann und die Eltern den Anforderungen des Familienalltags gewachsen sind. Die Geburt des ersten Kindes verändert alles: Liebe und Sexualität, das Verhältnis zur Arbeit, die Beziehung zu Familie und Freunden aber auch das Selbstbild und die Rollenerwartungen (vgl. Cowan & Cowan, 1992: Wenn Partner Eltern werden).

Häufig fallen die Partner in alte Rollenmuster zurück, es entstehen Auseinandersetzungen über die richtige Erziehung der Kinder, über finanzielle Fragen. Die Partnerschaft gerät in den Hintergrund und die Eltern haben das Gefühl, nur noch funktionieren zu müssen. Nicht selten wird als Ausweg aus der Krise nur noch die Trennung gesehen.

Je besser der Übergang von der Partnerschaft zur Elternschaft gelingt und die Paare übereinstimmende Vorstellungen bezüglich Erziehungsfragen, finanzieller Aspekte aber auch der beruflichen Ambitionen entwickeln können, desto eher sind sie vor einer späteren Trennung oder Scheidung gefeit.

Einzeltherapie

  • Beziehungsprobleme/ Selbstunsicherheit (Ich kann mich nicht abgrenzen.)
  • Depressionen/ Burn Out (Ich fühle mich überfordert, ... erschöpft)
  • ungelöste Probleme mit der Herkunftsfamilie (Alle reden mir rein. Ich weiß nicht, wie ich leben möchte. Ich falle in kindliche Muster zurück. Ich kann nicht vertrauen.)
  • Probleme im beruflichen Kontext (Ich bin unzufrieden in meinem Beruf. Ich bin hin- und hergerissen zwischen den Kindern und dem Beruf.)

Paartherapie

  • Kommunikationsprobleme (Er versteht mich nicht. Sie redet immer. Wir können nicht miteinander reden. Wir reden aneinander vorbei.)
  • wiederkehrende Konfliktmuster (Wir streiten immer wegen derselben Dinge.)
  • Unzufriedenheit mit der Paarbeziehung/ Trennungsgedanken (Wir sind beide unglücklich.)

Familientherapie

  • auffälliges Verhalten der Kinder (aggressives Verhalten, Verschlossenheit, Einnässen, Essprobleme)
  • Beziehungsschwierigkeiten (Ich verstehe mein Kind nicht.)
  • Bindungsprobleme (Ich bekomme keinen Zugang zu meinem Kind.)
  • Schulschwierigkeiten (Mein Kind ist aggressiv, ... kann dem Unterricht nicht folgen, ... möchte nicht in die Schule.)
  • Grenzsetzung (Mein Kind hört nicht auf mich.)

Unterstützung bei Trennung und Scheidung

  • Mediation
  • Wie können wir die Trennung so gestalten, dass die Kinder sich trotzdem gut entwickeln können?
  • Was brauchen die Kinder während der Trennung der Eltern?
  • Scheidungszeremonie nach Florence Kaslow (Ritual, um sich friedlich zu trennen und einen unbeschwerten Neuanfang beginnen zu können)

Kosten

Die Abrechnung der Psychotherapie richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

  • Einzeltermin (60 min.) 80€, Spättermine ab 18:00 Uhr 90€
  • Paartermine (90 min.) 120€, Spättermine ab 18:00 Uhr 130€
  • Familientermine (90 min.) 120€; Spättermine ab 18:00 Uhr 130€

Die Systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren, allerdings werden Paar- und Familientherapien leider nicht von den Krankenkassen finanziert. Die Krankenkassen übernehmen auch nur die Kosten für die Behandlung krankheitswertiger Störungen. Hierzu zählen keine Beziehungsprobleme oder auch familiäre Belastungen, ohne dass eine diagnostizierbare Störung (wie z. B. affektive Störungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen) mit Krankheitswert vorliegt. Auch bei Einzeltherapien ist eine Abrechnung über Krankenkassen nicht möglich, da ich über keinen Kassensitz verfüge, diese sind leider reglementiert. Bei Privatversicherungen können Sie sich gegebenenfalls im Vorfeld darüber informieren, inwieweit die Kosten für eine Systemische Therapie übernommen werden.